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Krisendienst und Kurzzeitbehandlung

Menschen geraten in Krisen, wenn ihnen Ereignisse und Erlebensweisen widerfahren, die ihre bisherige Lebensführung massiv in Frage stellen oder gar unmöglich machen. Obwohl psychische Erkrankungen sehr gut behandelbar sind, kann das erstmalige Auftreten von psychischen Symptomen, wie Angstzuständen, depressiven Einbrüchen, Antriebslosigkeit, Schlafproblemen, Halluzinationen, Selbstverletzungen usw. einen psychisch derart destabilisieren, dass man in einen Krisenzustand hineingerät. Gleiches gilt für das erneute Auftreten überwunden geglaubter Symptome. Sowohl für Betroffene als auch für Angehörige ist es zumeist hilfreich entsprechende Symptome zügig abklären zu lassen, Behandlungsoptionen zu prüfen und eine erste Stabilisierung zu erzielen. In diesem Sinne bietet der Krisendienst des Zentrums für Psychotherapie (ZPT) der Ruhr-Universität Bochum schnell verfügbare erste Unterstützung an.

 

Das Angebot richtet sich an volljährige Personen,

  • die im Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung bzw. Symptomen einer psychischen Erkrankung in eine Krisensituation geraten sind
  • die eine entsprechende Zuspitzung bei Freunden/Angehörigen wahrnehmen und sich über Unterstützungsmöglichkeiten informieren möchten
  • die einen Suizidversuch unternommen haben (und an einer Aufarbeitung der suizidalen Krise und der Vorbeugung weiterer Suizidversuche interessiert sind)
  • die einen Freund/Angehörigen durch einen Suizid verloren haben oder
  • den Suizid eines Angehörigen/Freundes befürchten.

Das Angebot richtet sich nicht an Personen, die den Eindruck haben kurz vor einem Suizidversuch bzw. Suizid zu stehen. In einem solchen Fall reicht die Hilfe, die wir bieten können leider nicht aus – insbesondere da wir nicht durchgehend zu erreichen sind! Wenden Sie sich in einem solchen Fall bitte umgehend an den Notdienst (112) oder an eine notfallaufnehmende psychiatrische Klinik. In Bochum sind dies entweder das
LWL-Universitätsklinikum (Alexandrinenstraße 1, 44791 Bochum-Zentrum; Tel.: 0234 50770). oder das
Martin-Luther-Krankenhaus (Voedestraße 79, 44866 Bochum-Wattenscheid; Tel.: 02327 650).

Uns erreichen Sie telefonisch am

  • Montag   in der Zeit von 11- 13 Uhr
  • Mittwoch in der Zeit von 13- 15 Uhr

unter der Telefonnummer: 0234- 32-23149


Im Rahmen der Telefonzeiten können individuelle Gesprächstermine vereinbart werden. Insgesamt können wir Ihnen bis zu 5 Einzelsitzungen anbieten, die – in Rücksprache mit Ihnen – einmal oder mehrmals pro Woche stattfinden. Die Gespräche dauern in der Regel 50 Minuten und werden von einer Psychologin durchgeführt.


Alternative Angebote
Alternativ zu unserem Angebot bieten die folgenden Stellen Hilfen und Informationen im Umgang mit Krisen und suizidalem Erleben und Verhalten an:

  • Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de; 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222). Hier können Sie rund um die Uhr mit Menschen reden, die im Umgang mit Krisen geschult und geübt sind. Das Angebot ist kostenfrei!
  • Speziell an Kinder und Jugendliche richtet sich das telefonische Beratungsangebot „Nummer gegen Kummer“ (www.nummergegenkummer.de; 116111 und 0800-1110333). Das Kinder und Jugendtelefon ist von montags bis samstags in der Zeit von 14-20 Uhr zu erreichen. Neben der telefonischen Beratung gibt es die Möglichkeit einer email-Beratung. Zudem besteht auch für Eltern die Möglichkeit einer anonymen Beratung
    (Elterntelefon: 0800-1110550).
  • Eine umfassende Liste überregionaler und regionaler Beratungsstelle und Hilfen bei Suizidgefahr findet sich (nach Bundesländern geordnet und inkl. der jeweiligen Kontaktdaten) auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (www.suizidprophylaxe.de).
  • Eine vergleichbare Liste findet sich, neben zahlreichen weiteren Informationen und weiterführenden Literaturtipps auf der Internetseite von Wolfram Dorrmann: www.krisen-intervention.de.
  • Gut aufbereitete Informationen zum Thema Suizid finden insbesondere Jugendliche schließlich auf der Suizidpräventionsplattform Freunde fürs Leben (www.frnd.de).
  • Speziell an Hinterbliebene von Suiziden richten sich die Hilfen von AGUS e.V.
    (Angehörige um Suizid; www.agus-selbsthilfe.de; 0921-150 03 80). Neben telefonischer Beratung, Infobroschüren und Downloadmaterialien bietet AGUS deutschlandweit Selbsthilfegruppen für Suizidhinterbliebene an.